Der Link CAN Lambda ist ein digitaler Breitband-Lambdaregler, der Daten zum Luft-Kraftstoff-Verhältnis über den CAN-Bus überträgt. Er enthält einen Bosch LSU 4.9 Sensor und benötigt keine Kalibrierung an der freien Luft – der werkseitig in jeden LSU 4.9 Sensor integrierte Rcal-Widerstand liefert beim Einschalten automatisch die Kalibrierungsreferenz. Das Modul verfügt über keinen 0–5-V-Analogausgang; es ist als reines CAN-Gerät konzipiert, wodurch die Signalverschlechterung und Störanfälligkeit analoger Breitbandsysteme vermieden werden.
Das Modul wird über einen 4-poligen Stecker mit dem Steuergerät oder dem CAN-Bus verbunden. Deutsch DTM Anschluss (Stromversorgung, Masse, CAN H, CAN L). Der LSU 4.9-Sensor wird direkt an den 6-poligen Bosch-Stecker am 170 mm langen Kabel des Moduls angeschlossen – eine separate Sensorverkabelung ist nicht erforderlich. Für Dual-Sensor-Systeme oder wenn das Steuergerät (z. B. G5 Voodoo Pro) bereits über eine integrierte Breitband-Lambdasonde verfügt und ein zweiter Kanal benötigt wird, kann ein zweites Gerät an denselben CAN-Bus mit der CAN-ID 951 angeschlossen werden.
Technische Spezifikationen
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| SKU | 125-1000 |
| Sensor | Bosch LSU 4.9 (im Lieferumfang enthalten) |
| Reichweite | 0.67–10 Lambda |
| Ausgabetyp | CAN-Bus-exklusiv – kein analoger Ausgang (0–5 V) |
| Standard-Baudrate für CAN | 1 Mbit / s |
| Unterstützte Baudraten | 1 Mbit/s, 500 kbit/s, 250 kbit/s, 125 kbit/s |
| Standard-CAN-ID | 950 (zweite Einheit: 951) |
| Stecker | 4-pin Deutsch DTM (männlich) |
| Sensoranschluss | 6-poliger Bosch LSU 4.9 (am Modulanschluss) |
| Versorgungsspannung des Reglers | 7.5–20 V |
| Versorgungsspannung für die Sensorheizung | 10.8–16.5 V |
| Stromverbrauch des Reglers | 100 mA |
| Sensorheizungsstrom | Bis zu 8 A (Aufwärmphase); niedriger im stationären Zustand |
| Betriebstemperatur | −20 °C bis +100 °C |
| Abmessungen | 60 × 26 × 15 mm |
| Leitungslänge | 170mm |
| Gewicht | 70 g |
| Kalibrierung | Keine erforderlich – Rcal-Widerstand am Sensor, Messwert beim Einschalten ablesen |
Steckerbelegung
4-Pin Deutsch DTM — Strom und CAN
Gegenstecker: Deutsch DTM 4-fach Steckdose (im Set enthalten).
| Pin | Signal | Drahtgröße (min.) | Notizen |
|---|---|---|---|
| 1 | Leistung + | 0.85–1.00 mm² | 10 A abgesicherte Versorgung über Relais |
| 2 | GND | 0.85–1.00 mm² | Masse |
| 3 | KANN ICH | 0.3–0.35 mm² | Verdrilltes Paar mit CAN H |
| 4 | KANN H | 0.3–0.35 mm² | Verdrilltes Paar mit CAN L |
6-poliger Bosch LSU 4.9 Sensorstecker – am Modulanschluss
Der Bosch LSU 4.9 Sensor wird direkt an diesen Stecker angeschlossen. Es ist keine separate Verkabelung zwischen Sensor und Modul erforderlich.
| Pin | Signal | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1 | APE | Analoge Pumpenelektrode |
| 2 | IPE | Ionenpumpenelektrode (Strom) |
| 3 | Heizung − | Heizung negativ |
| 4 | Heizung + | Heizanschluss positiv (vom Modul-Netzteil) |
| 5 | MES | Nernst-Zellen-Messelektrode |
| 6 | RE / Rcal | Referenzelektrode + Kalibrierwiderstand |
Lambda- und AFR-Referenz
Das Modul überträgt Lambda als Gleitkomma-CAN-Wert. Die AFR-Umrechnung ist stöchiometrieabhängig und wird vom Steuergerät oder Kombiinstrument durchgeführt. Stöchiometrisches AFR für gängige Kraftstoffe:
| Treibstoff | Stöchiometrisches AFR |
|---|---|
| Benzin (Benzin) | 14.7:1 |
| E85-Ethanol-Mischung | 9.8:1 |
| Ethanol (E100) | 9.0:1 |
| Methanol | 6.5:1 |
Lambda-zu-AFR-Umrechnung für Benzin (Lambda × 14.7):
| Lambda | AFR (Benzin) | Gemischzustand |
|---|---|---|
| 0.70 | 10.3:1 | Sehr reich |
| 0.80 | 11.8:1 | Reiches |
| 0.90 | 13.2:1 | Mild reichhaltig |
| 1.00 | 14.7:1 | Stöchiometrisch |
| 1.10 | 16.2:1 | Leicht mager |
| 1.20 | 17.6:1 | Lehnen |
| 1.30 | 19.1:1 | Sehr mager |
Verdrahtungshinweise
Standardverdrahtung: Batterie → Zündschalter → 10-A-Sicherung → Relais → Pin 1 (Pluspol). Pin 2 (Masse) an Fahrzeugmasse. CAN H und CAN L als verdrilltes Adernpaar an den CAN-Bus des Steuergeräts.
Überspannungsschutz (empfohlen): Schließen Sie einen 22 µF / 35 V Elektrolytkondensator parallel zur Versorgungsspannung auf der Modulseite des Relais an. Die Heizung des LSU 4.9 schaltet während der Aufwärmphase einen erheblichen Strom; der Kondensator absorbiert Spannungsspitzen, die andernfalls CAN-Frames verfälschen könnten.
CAN-Bus-Terminierung: An jedem Ende des CAN-Busses muss ein 120-Ω-Abschlusswiderstand vorhanden sein. Die CAN-Lambda-Sonde besitzt keinen internen Abschlusswiderstand.
ECU-Kompatibilität
| Steuergerät / System | Kompatibilität | Notizen |
|---|---|---|
| Link G4+, G4X, G5 | Native — Wählen Sie in PCLink „Link CAN Lambda“ aus. | Standardmäßige CAN-ID 950; zweite Einheit verwendet ID 951 |
| MoTeC M1-Serie | Bestätigt | Unterstützt in M1 Tune über CAN-Vorlage |
| Emtron KV / SL-Serie | Benutzerdefinierte CAN-Konfiguration | Emtron Unterstützt ein eigenes ELC-Modul nativ; CAN Lambda kann über eine benutzerdefinierte CAN-Stream-Konfiguration funktionieren. |
| Haltech, Syvecs, AiM | Benutzerdefinierte CAN-Konfiguration | Jedes Steuergerät oder Kombiinstrument mit konfigurierbarem CAN-Eingang und benutzerdefinierter ID, Baudrate und Byte-Offset. |
| Link G4 (frühe Version) | Nicht kompatibel | Kein CAN-Eingang bei der G4-Generation – analoges Breitbandband verwenden |
Hinweis zum Steckverbinder-ECU-Kabel: Link G4+/G4X Plug-in-Steuergeräte greifen je nach Version unterschiedlich auf den CAN-Port zu:
– Älterer 5-poliger CAN-Anschluss: Benötigt CANPCB-Kabel + CANF-vor Ort einsteckbaren CAN-Stecker (separat erhältlich)
– Neuerer 4-poliger CAN-Anschluss mit Stromversorgung: CANJST4-Kabel erforderlich (separat erhältlich; max. 3 A Dauerstrom für alle Geräte an diesem Anschluss)
In der Box
- CAN-Lambda-Modul mit 170 mm Leitung
- Bosch LSU 4.9 Breitbandsensor
- Deutsch DTM 4-Wege-Steckverbinder-Set
- M18×1.5 O2-Verschlussschraube und -Stopfen
- Schnellstartanleitung (English)
Häufig gestellte Fragen
Verfügt der Link CAN Lambda über einen 0–5 V analogen Ausgang?
Nein. Das Modul ist konstruktionsbedingt ausschließlich für den CAN-Bus ausgelegt. Es verfügt über keinen analogen Spannungsausgang. Dadurch werden das Grundrauschen, Massefehler und die Kabellängenbeschränkungen analoger Breitbandsysteme vermieden. Das Steuergerät oder die Instrumententafel muss über einen konfigurierbaren CAN-Eingang verfügen, um dieses Modul nutzen zu können.
Muss ich vor der Verwendung eine Freiluftkalibrierung durchführen?
Nein. Der Bosch LSU 4.9-Sensor verfügt über einen lasergetrimmten Rcal-Widerstand (Pin 6), der für jeden Sensor individuell ist. Das Modul liest diesen beim Einschalten aus und kalibriert sich automatisch. Eine Kalibrierung im Freiluftbetrieb ist weder bei der Installation noch nach einem Sensoraustausch erforderlich – einfach einen neuen LSU 4.9-Sensor einsetzen, und das Modul kalibriert sich beim Start neu.
Welche CAN-ID und Baudrate verwendet das Modul, und kann ich diese ändern?
Die Standard-CAN-ID ist 950 bei 1 Mbit/s. Beide können vom Benutzer über die PDM-Link-Software oder die im Handbuch beschriebene Konfigurationsprozedur geändert werden. Unterstützte Baudraten: 1 Mbit/s, 500 kbit/s, 250 kbit/s, 125 kbit/s. Bei zwei Geräten am selben Bus muss dem zweiten Gerät die CAN-ID 951 zugewiesen werden.
Funktioniert die CAN-Lambdasonde mit einem Emtron KV- oder Haltech-Steuergerät?
Mit einer benutzerdefinierten CAN-Konfiguration, ja. Konfigurieren Sie einen benutzerdefinierten CAN-Empfangskanal auf dem Steuergerät, der der CAN-ID 950, der Baudrate 1 Mbit/s sowie dem Byte-Offset und der Skalierung gemäß der Anleitung für Link CAN Lambda entspricht. EmtronDas eigene ELC-Modul von wird nativ unterstützt von Emtron Steuergeräte; die CAN-Lambdasonde ist eine funktionelle Alternative, erfordert jedoch eine manuelle CAN-Konfiguration.












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